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1. BIM-Mediendialog

Erfolgreicher Dialog mit vielen To Do’s

Wie realistisch ist BIM in Deutschland gut ein Jahr nach dem Stufenplan „Digitales Planen und Bauen“ der Bundesregierung? Und welche Hindernisse müssen beseitigt werden – und vor allem wie? Diese und andere Fragen wurden auf dem 1. BIM-Mediendialog und dem 1. CAFM-Connect Forum im Alten Hauptzollamt in der Hamburger HafenCity am 2. Februar 2017 erörtert.

Der Tag startete am frühen Nachmittag mit dem CAFM-Connect Forum, in dem das Thema BIM im FM – Nutzen von CAFM-Connect im Building Information Modeling im Fokus stand. Neben der Vorstellung des aktuellen Stands zu BIM und CAFM-Connect gab es auch einige Praxisbeispiele: So berichtete Dennis Diekmann, Geschäftsbereichsleiter compliance & services Ambrosia FM Consulting & Services GmbH über die Einsatzmöglichkeit und Universalität von CAFM-Connect von der Industrie bis zum Gesundheitswesen am Beispiel der Wago Kontakttechnik GmbH & Co. KG und Mühlenkreiskliniken.

„Wie die Ämter der Stadt Köln unabhängig voneinander mithilfe von CAFM-Connect einheitliche Datenstrukturen für ihre Gebäude und TGA schaffen“, stellte Dirk Bessert, Senior Consultant eTASK Immobilien Software GmbH, am Beispiel der Gebäudewirtschaft der Stadt Köln sowie der Ämter für Feuerschutz, Rettungsdienst und Bevölkerungsschutz vor. Dr. Asbjörn Gärtner, Projektleiter Archibus Solution Center – Germany, beschrieb in seinem Vortrag den „Nutzen und Vorteil der Integration von BIM und CAFM“.

 

Der Nutzen von BIM

Das abendliche Get Together gab darüber hinaus Ein- und Ausblicke über den Nutzen von BIM, den sich alle mit der Planung, der Realisierung und auch dem Betrieb von Immobilien und technischen Anlagen befassten Verantwortlichen versprechen. In der ersten von zwei Diskussionsrunden fragte Klaus Aengenvoort, Vorsitzender des CAFM Ring, dann auch die Diskutanten: „Wie weit sind wir also tatsächlich, wo liegen die Hemmnisse, und was ist dagegen zu tun?“

Diskutiert haben: Prof. Dr.-Ing. Joaquin Diaz, Vorsitzender Bundesverband Bausoftware (BVBS), Dipl.-Ing. Konstantinos Kessoudis, BIM-Direktor Direktion Bau Prozess Management Ed. Züblin AG, Dr. Ramon Knollmann, Geschäftsführer Bilfinger HSG International Facility Management GmbH, Dipl.-Ing. Lars Oberwinter, Leiter BIM Solutions Plandata Datenverarbeitungs GmbH Wien, Dipl.-Ing. Jakob Przybylo, BIM-Experte mit Schwerpunkt der strategischen BIM-Einführung und Nutzung aus Unternehmenssicht, sowie Dr. Kai-Stefan Schober, Senior Partner, Roland Berger GmbH.

In der zweiten Diskussionsrunde des Abends wurde das BIM-Thema mit erfahrenen Medienprofis fortgesetzt, denn was hilft es, wenn als eine Möglichkeit von BIM künftig zwar Bauteile oder technische Anlagen miteinander kommunizieren, aber eine übergreifende Verständigung entlang des Immobilien-Lebenszyklus zwischen den daran Beteiligten schwierig bleibt und eher einem Turmbau zu Babel gleicht?

Gemeinsam mit Ralf Golinski – als Moderator – diskutierten Ralf Harms, SpringerProfessional, Fabian Kurmann, VDI Nachrichten, Dirk Schöning, Geschäftsführer Heinze GmbH, und Kai Wels, Beuth Verlag, darüber, ob nicht auch die Verlage, Autoren und Publizisten indirekt, aber wesentlich zum Gelingen von BIM beitragen? Und wie das mit Blick auf die eigenen digitalen Herausforderungen gelingen kann.

Die Quintessenz des Abends, so fasste es Thomas Liebich, Vorstand buildingSMART, zusammen, ist der zu vollziehende Kulturwandel. „Denn“, so Thomas Liebich, „eine der wichtigsten Aufgaben bei der Einführung von BIM besteht im ‚Köpfe umdrehen‘! Nicht nur der Kulturwandel ist wichtig, auch Politik und Privatwirtschaft müssen sich weiter verändern, damit schließlich auch der digitale Wandel gelingt.“

Der nächste BIM-Mediendialog am 1. Februar 2018 in Düsseldorf verspricht also spannend zu werden!

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