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Die Sichtweise macht’s

Projekterfolg hat viele Gesichter

Von Beziehungsdreiecken zum Gesamterfolg in Form einer Projektpyramide, an der alle mitwirken.

Von Beziehungsdreiecken zum Gesamterfolg in Form einer Projektpyramide, an der alle mitwirken.

Auf die Frage, ob ein Projekt als erfolgreich oder gescheitert beurteilt wird, gibt es oft unterschiedliche Antworten. Die Antwort ist zum einen davon abhängig, welche der Projektbeteiligten Personen und Institutionen befragt werden und zum anderen zu welchem Zeitpunkt abgefragt wird. Ist ein Projekt dann erfolgreich, wenn der Auftraggeber es abgenommen hat oder erst dann, wenn die letztendlichen Nutzer des Projektergebnisses bei ihrer späteren Verwendung des Ergebnisgegenstandes zufrieden sind?

Beantwortet man die Frage, ob ein Projekt dann erfolgreich ist, wenn die Nutzer zufrieden sind, mit einem Ja, ist nicht nur die Effizienz der Projektdurchführung, sondern auch die Effektivität schon bei der Projektauswahl kritischer Faktor für den Projekt- und Projektergebniserfolg. Daraus wird schnell deutlich, dass der Fokus auf das jeweils „eigene“ magische Projektdreieck der Beteiligten, also der alleinige Blick auf Kosten, Leistungen und Zeit, im Controlling keinesfalls hinreichend für den (Gesamt-)Projekterfolg sind. In Bauprojekten gibt es mehr als ein „Dreieck“, welches in  irgendeiner Art und häufiger Weise als „magisch“ bezeichnet werden kann. Auftraggeber, Kunden und Auftragnehmer stehen in einer „Dreiecksbeziehung“, die oftmals als mehr oder minder  magisch“ empfunden wird. Ob ein Projekt in seiner Gesamtheit, also für alle drei Anspruchsgruppen, letztendlich als Erfolg bewertet wird, ist, wie bei vielen anderen Projekten, vom Grad der Deckungsgleichheit der Sichtweisen bezüglich des noch zu realisierenden Projektergebnisses abhängig und entscheidet sich somit schon in den frühen Projektphasen der Definition und Planung.

 

Dipl. rer. pol. Christoph Jelitto, Partner der adensio GmbH

 

Den Beitrag lesen Sie hier: CS 2/2016 Projekterfolg hat viele Gesichter 42

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