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Gewinner der Tekla-DACH-BIM-Awards ausgezeichnet

Modellwettbewerb 2015

Die Gewinner des Modellwettbewerbs 2015 von Tekla stehen fest. Für den herausragenden Einsatz von Building Information Modeling Software (BIM) ausgezeichnet wurden: Die Erweiterung des Industrieparks Höchst in Frankfurt am Main (Firma Voss & Kamb und Partner), der Neubau eines Einkaufszentrums im bayerischen Neumarkt (Max Bögl) und die modellbasierte Massenermittlung für einen Anlagenkomplex der chemischen Industrie in Südostasien (ThyssenKrupp Industrial Solutions). An den Tekla-DACH-BIM-Awards konnten in diesem Jahr erstmals neben Bauprojekten aus Deutschland auch Einreichungen aus Österreich und der Schweiz am Wettbewerb teilnehmen.

Das Modell für die Erweiterung des Industrieparks Höchst wurde auch von der Bauleitung vor Ort genutzt.

Das Modell für die Erweiterung des Industrieparks Höchst wurde auch von der Bauleitung vor Ort genutzt.
(Bild: Tekla)

Den ersten Platz erhält die Erweiterung des Industrieparks Höchst durch das Unternehmen Voss & Kamb und Partner. Mit einer sechsten Fertigungsstraße konnte das in der Spezialchemie tätige Unternehmen Kuraray seine bestehenden Produktionskapazitäten für Polyvinylalkohol (PVA) in Europa erweitern. Zusätzlich wurde die Energieeffizienz deutlich erhöht. Voss & Kamb und Partner verantworteten von der Statik und Konstruktion bis zur Montageplanung die komplette Stahl- und Fassadenplanung. Durch den Einsatz der BIM-Software „Tekla Structures“ war der reibungslose Austausch von Informationen mit allen verwendeten Planungs- und Zeichensoftware-Lösungen möglich. Das Team, das auch die Bauleitung übernahm, hatte auch vor Ort jederzeit Zugriff auf das aktuellste Modell und arbeitete mit bis zu zehn Mitarbeitern gleichzeitig im Multi-User-Modus. Um eine nahtlose Anbindung an die bestehenden Gebäude zu gewährleisten, wurden diese für die Planung per Laser gescannt und die so ermittelten Daten mit dem „Tekla“-Modell abgeglichen. 

Für das Einkaufszentrum in Neumarkt wurden insgesamt 1.000 t Stahlbau in über 20 Modellen von unterschiedlichen Planern koordiniert.

Für das Einkaufszentrum in Neumarkt wurden insgesamt 1.000 t Stahlbau in über 20 Modellen von unterschiedlichen Planern koordiniert.
(Bild: Tekla)

Den zweiten Platz belegt der Neubau des Einkaufszentrums „Neuer Markt“. Die Firma Max Bögl baut im bayerischen Neumarkt einen Komplex mit einer Gesamtmietfläche von rund 23.000 m2 und 550 PKW-Stellplätzen für Einzelhandel, Dienstleistungen, Gastronomie, Arztpraxen, Büros, ein Hotel und ein Multiplex-Kino. Die vier Stockwerke wurden mit Trimble-„SketchUp“ als Architekturmodell geplant, mit einem „Revit“-Modell wurde die Kalkulation erstellt und die  Ausführungsplanung erfolgte mit „Tekla Structures“. Für den Stahlbau wurden 2D-Pläne erstellt sowie NC-Daten für die angebundene, werkseigene Stahlfertigung abgeleitet, für den Betonbau wurden Bewehrungen konstruiert sowie die Ansteuerung der Fertigungsmaschinen geplant. Auch für die Koordination leistete das BIM-Modell gute Dienste: Das Team auf der Baustelle nutzte mobile Endgeräte, um die Prozesse vor Ort mit dem Modell abzugleichen, und die unterschiedlichen Fachmodelle wurden durch einen intensiven Datenaustausch via IFC-Format über den kostenfreien BIM-Viewer „Tekla BIMsight“ aufeinander abgestimmt.

 

Die Arbeit mit dem BIM-Modell in „Tekla Structures“ ermöglichte eine präzise Kalkulation in der Angebotsphase.

Die Arbeit mit dem BIM-Modell in „Tekla Structures“ ermöglichte eine präzise Kalkulation in der Angebotsphase.
(Bild: Tekla)

Der dritte Platz geht an ein Projekt von ThyssenKrupp Industrial Solutions zur Massenermittlung für die Erstellung eines Großkomplexes der chemischen Industrie in Südostasien. Eine besondere Herausforderung dabei war die Zusammenarbeit mit verschiedenen anderen Softwarelösungen, die dank der offenen Schnittstellen in „Tekla Structures“ problemlos ablief. Die Software ermöglichte außerdem schnelle Planungsänderungen und half den Bauunternehmen, durch präzise und verlässliche Informationen die Angebotspreise deutlich zu reduzieren, da Unsicherheiten ausgeräumt wurden. Das Modell kann nun weiter ausgearbeitet und auch in der Planungs- und Bauphase verwendet werden.

 

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