Schon erste Kostenschätzung mit System
Das Planen von Innen nach Außen mit Beachtung der Produktionsprozesse und der internen Arbeitsabläufe, die Entwicklung zukunftsfähiger Gesamtkonzepte bei Industriebauprojekten sowie die Berücksichtigung von Produktionsprozessen und Logistikabläufen bei der Fabrikplanung – darauf legen Stollbert Architekten besonderen Wert. Um bei all den unterschiedlichen Projekten jederzeit die Kosten im Blick zu haben, setzt das Büro zur durchgängigen Kostenplanung und -steuerung auf Software des Münchener Herstellers G&W Software AG.
Stollbert Architekten unterstützt seine Auftraggeber vom Entwurfsgedanken bis zum Einzug und bearbeitet alle Leistungsphasen. Dabei achtet das 7-köpfige Team auf eine detaillierte Werkplanung, Ausschreibung, Kontrolle von Kosten und Terminen sowie eine intensive Bauüberwachung. Damit die Auftraggeber ihre Entscheidungen fundiert treffen können, zeigt das Architekturbüro aus Schramberg ihnen für die erfolgreiche Realisierung der Projekte verschiedene Wege auf – von der Vergabe über Einzelgewerke und Generalunternehmen bis hin zum Leasingverfahren. Auch unterstützen die württembergischen Planer durch ihre Auslandserfahrungen die internationale Expansion mittelständischer Unternehmen.
Stollbert Architekten setzt schon seit 2009 das AVA- und Baukostenmanagement-system „California“ ein. Damals wollte man das alte AVA-System durch eine neue, bedienerfreundliche Software ablösen, die die Möglichkeit der durchgängigen Kostenplanung und Kostenkontrolle bietet. Die Software von G&W ist allerdings weit mehr als eine klassische AVA-Software. Mit der ganzheitlichen Lösung für Kostenplanung, AVA und Baucontrolling können die Planer ihre Projekte von der ersten Kostenschätzung über die Kostenberechnung, Ausschreibung, Vergabe und Abrechnung einschließlich der laufenden Kostenkontrolle bis zur Dokumentation der abgeschlossenen Baumaßnahme betreuen.
Kosten früh definieren und fortschreiben
Im Zuge eines Mitarbeiterwechsels wurde der Inhaber des Büros, Dipl.-Ing. Peter Stollbert, auf die G&W-Software aufmerksam gemacht. Überzeugt sowohl von den umfangreichen Funktionalitäten - wurden doch die Ausschreibungen im Laufe der Zeit immer inhaltstiefer -, der komfortablen Bedienung als auch vom Service des Softwarehauses, stand dem Einsatz nichts mehr im Wege. Ziel war es, mit dem Programm die Kosten schon in einer frühen Phase zu definieren und diese dann über die Ausschreibung, Vergabe und Abrechnung zu planen und zu kontrollieren sowie die einzelnen Kostenstadien zu dokumentieren.
Gemeinsam mit den Auftraggebern gehen die Architekten auf Spurensuche, nehmen sich viel Zeit für die Grundlagenermittlung und erarbeiten in einem intensiven Kommunikationsprozess mit den Bauherren die richtige Antwort für die Bauaufgabe. Peter Stollbert dazu: „Es gelingt uns immer, mit dem Bauherren eine optimale und wirtschaftliche Lösung zu erarbeiten. Planungsvarianten lassen sich, wenn notwendig, schnell mit ‚California‘ durchspielen, festschreiben und miteinander vergleichen.“
Durchgängigkeit über verschiedene Leistungsphasen
Bereits bei der ersten Kostenschätzung, die die Planer den Gewerken entsprechend aufteilen, kommt die Software ins Spiel. Hierzu kopieren die Architekten die Kosten per Drag and Drop entweder aus ähnlichen bereits abgeschlossenen Projekten oder ermitteln diese mittels Standardleistungsbuch-Bau / Dynamische Bau Daten. In den weiteren Leistungsphasen werden die Kosten dann zunehmend detailliert und die einzelnen Planungsstadien gespeichert. „Wir dokumentieren alle Änderungen mit ihren Auswirkungen auf die Kosten für unsere Bauherren, sodass für diese eine Entscheidungsgrundlage vorliegt und der Bauherr immer über den aktuellen Stand der Kostenentwicklung informiert ist“, erklärt Stollbert.
Für die öffentlichen Auftraggeber erstellen die Architekten das Leistungsverzeichnis, das diese zwecks Ausschreibung auf die Vergabeplattformen einstellen. Bei privaten und industriellen Bauherren führt das Büro die Ausschreibung und Submission durch, erstellt den Preisspiegel mit Vergabevorschlag nach wirtschaftlicher und technischer Prüfung. Der Bauherr erhält dann den Preisspiegel mit dem Vergabevorschlag als Entscheidungsgrundlage.
In der Ausführungsphase nimmt der Projektleiter gemeinsam mit den ausführenden Unternehmen vor Ort die Aufmaße auf und erfasst die geprüften Mengen in den Aufmaßblättern für die Rechnungsprüfung und Zahlungsfreigabe in der Software. Alle Zahlungsfreigaben, Abnahmen und Sicherheitseinbehalte erfolgen dann auch mit dem System. Stollbert erläutert die Vorteile: „Für mich ist die Durchgängigkeit über die verschiedenen Leistungsphasen hinweg der entscheidende Faktor. Grundsätzlich ist California für uns der tragende Baustein unseres Projektcontrollings.“